Raspberry Pi: Festplatte formatieren und mounten

Als erstes müssen wir prüfen, ob wir genug Strom für eine 2,5“(Zoll) USB Festplatte zur Verfügung haben. Wir haben hierzu ein Gehäuse welches rein über den USB Port (Standard PC) betrieben werden kann, und einen weiteren Klinkenstecker für die Stromversorgung hat. Hierzu benötigen wir voraussichtlich ein weiteres Netzteil, welche die Stromversorgung garantiert. Man kann natürlich auch einen Aktiven USB HUB verwenden, damit haben wir derzeit keine Erfahrung gemacht.

Nachdem wir die USB Festplatte mit Strom versorgt haben, stecken wir sie am Raspberry PI an und prüfen ob diese auch gefunden wurde. Aber wie machen wir das? Wir verbinden und per SSH an den laufenden Raspberry PI, in unserem Fall mit Raspbian versehen und openssh-server aktiviert…

Festplatte identifizieren

1. Über /var/log/messages:

cat /var/log/messages

2. Festplatte finden über dmesg:

dmesg

3. Festplatte finden den Pfad:

ls -l /dev/sd*

Festplatte mit Dateisystem (ext4) formatieren und einhängen

Nun wollen wir die Festplatte formatieren und mounten1), wobei wir die Identifizierung der Platte benötigen. In unserem Fall ist es die /dev/sda1 . Herausgefunden haben wir diese Informationen im vorhergehenden Schritt Festplatte identifizieren

1. Festplatte formatieren:

sudo mkfs.ext4 /dev/sda1

2. Festplatte mounten:

sudo mkdir /media/usb-platte
sudo mount /dev/sda1 /media/usb-platte

Nun haben wir einen Ordner names /usb-platte im Verzeichnis /media erstellt, und die externe Festplatte eingehängt resp. gemountet…

Festplatte bei jedem Start mounten

Damit wir diese Festplatte nicht immer manuell einbinden (mounten) müssen, können wir dies beim Start des Raspberry PI vornehmen. Hierzu benötigen wir die UUID2) des Speichermediums, welche wir mit folgendem Befehl auslesen können.

UUID auslesen:

sudo blkid /dev/sda

Ergebnis:

fc254b57-8fff-4f96-9609-ea202d871acf

Nun müssen wir nur noch /etc/fstab editieren, und einen Eintrag für die Jeweiligen Datenträger erstellen.

sudo nano -Bw /etc/fstab

proc /proc proc defaults 0 0
/dev/mmcblk0p1 /boot vfat defaults 0 2
/dev/mmcblk0p2 / ext4 defaults,noatime 0 1

Einfügen unseres Datenträgers:

UUID=fc254b57-8fff-4f96-9609-ea202d871acf /media/usbstick/ ext4 defaults,auto,umask=000,users,rw 0

Nun haben wir am Raspberry PI eine Festplatte formatiert und erfolgreich manuell und automatisch gemountet (eingehängt)

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1) Mounten (engl. mount ‚montieren‘, ‚befestigen‘), deutsch auch Einhängen oder Einbinden, bezeichnet bei Unix sowie einigen anderen Betriebssystemen den Vorgang, ein Dateisystem an einer bestimmten Stelle – dem Mountpoint – verfügbar zu machen, so dass der Benutzer auf die Dateien zugreifen kann.
2) Ein Universally Unique Identifier (UUID) ist ein Standard für Identifikatoren, der in der Softwareentwicklung verwendet wird.

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